Katzenpflege:

Katzen und ihr Bedürfnis nach Sauberkeit

Von klein auf reinlich

Der Putzinstinkt ist kleinen Katzen angeboren, aber sie gehen trotzdem in ihren ersten Lebenswochen durch die strenge Putzschule der Katzenmutter. Und bereits nach sechs Wochen sorgen die süßen Kleinen selbst für beste Sauberkeit und Fellpflege. Übrigens: Mit welcher Raffinesse und Sorgfalt Katzen sich säubern, kann für einen aufmerksamen Beobachter schon ein vergnügliches Erlebnis sein.

Fellpflege muß sein Damit das dichte Fell so richtig durchgebürstet wird, nimmt die Katze ihre Pfoten zur Hilfe, wenn sie mit der Zunge nicht heranreicht. Dabei funktionieren die kleinen Vordertatzen wie echte Bürsten.

3 1/2 Stunden täglich Auf ihre ausgiebige Körperpflege verwendet die Katze jeden Tag über 3 1/2 Stunden. Denn diese Hygiene ist ihr sehr wichtig: Die rauhe Zunge regt nämlich die Sekretion der Talgdrüsen an, so daß ihr Fell imprägniert und vor Wasser geschützt wird. Wenn Katzen sich putzen, sieht das also nicht nur im wahrsten Sinne putzig aus, es ist auch recht praktisch und überaus hygienisch.

Die Rolle der Menschen bei der Katzenwäsche

Kleine Hilfestellungen durch den Menschen

Generell pflegt sich die Katze ganz allein. Aber sie läßt sich gern ab und zu ein wenig helfen. Mit Staubkamm und Bürste kann der Mensch ihr bei der Fellpflege assistieren. Langhaarkatzen sollten täglich gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt, die feine Unterwolle keine Kletten bildet und sie beim Putzen nicht zuviele Haare verschluckt. Im übrigen genießen es Katzen sehr, gebürstet zu werden.

Extrapflege für Ohren und Augen

Katzenaugen und -ohren sind empfindlich. Vertrauen Sie daher bei den Ohren auf Ihren Tierarzt. Der „Schlaf" in den Augen sollte ab und zu mit einem feuchten Tuch aus den Augenwinkeln gewischt werden.

Katzenwäsche und mehr

Eigentlich können sich Katzenhalter glücklich schätzen: Ihre Katze besorgt ihr tägliches Pflegeprogramm gründlich und eigentlich ohne Hilfe. Denn die tägliche Körperpflege dient nicht nur der Schönheit, sondern vor allem der Gesundheit. Darüber hinaus aber können Sie in puncto Hygiene noch etwas für sie tun.

Katzentoilette

Achten Sie darauf, daß die Katzentoilette immer ausreichend mit Streu angefüllt ist. Die Geschäftchen sollten möglichst direkt beseitigt und die gesamte Streu einmal wöchentlich erneuert werden. Hierbei empfiehlt sich, die Schale mit reichlich Wasser und ein wenig Geschirrspülmittel auszuwaschen. Da Katzen sich in der Natur normalerweise ein stilles Örtchen suchen, bevorzugen Sie auch in der Wohnung eine Stelle, an der sie ungestört und diskret ihre Toilette benutzen können. Möglichst weit entfernt von dem Futter- und dem Wassernapf.

Katzenstreu

1. Welche Grundanforderungen sind an Katzenstreu zu stellen?
Eine gute Katzenstreu erfüllt mindestens zwei Grundanforderungen; schnelle Saugfähigkeit und gute Geruchsbindung. Denn nur wenn die Flüssigkeit schnell aufgesogen und durch zusätzliche Minerale gebunden wird, wird unangenehme Geruchsbildung am besten verhindert. Ob Sie sich für eine nichtklumpende oder für eine klumpende Streu, für eine fein- oder grobkörnige entscheiden, ist letztlich eine Geschmackssache. Ihre Katze wird Ihnen dankbar sein, wenn Sie sich für eine hochwertige Streu entscheiden, die insbesondere die Grundanforderungen erfüllt und eine hygienisch-saubere Katzentoilette garantiert.

2. Was versteht man unter einer nicht-klumpenden Streu?
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen nichtklumpenden und klumpenden Streu-Produkten. Nichtklumpende Streu sollte aus porösen, saugaktiven Körnchen bestehen, die aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. Die einzelnen Körnchen sind nicht wasserlöslich und deshalb nicht klumpend. Im Idealfall saugen sie die Flüssigkeit sofort auf und binden unangenehmen Geruch. Nur bei hochwertiger Streu hält die Bindung viele Tage an. Sie brauchen die Streu erst nach mehreren Tagen zu wechseln - dann jedoch vollständig.

3. Was versteht man unter Klumpstreu?
Klumpende Streu besteht aus Tonkörnchen, die bei Gebrauch ineinander schmelzen und Klumpen bilden. Darin wird die Flüssigkeit idealerweise schnell und sicher eingeschlossen und durch Minerale gebunden. Bei einer guten Streu lassen sich die Klumpen besonders gut entfernen. Sie grenzen sich klar ab und bleiben nicht an Boden oder Wänden der Katzentoilette kleben. Die Klumpen können Sie täglich leicht entfernen, so daß Geruch gar nicht erst entstehen kann. Nur die entnommene Menge wird wieder aufgefüllt.

4. Was sind die Unterschiede zwischen einer grob- und einer feinkörnigen Klumpstreu?
Die Qualität eines Klumpstreu-Produktes läßt sich nicht unmittelbar an der Größe seiner Körnchen festmachen. Letztlich entscheidet auch hier die Qualität der verwendeten Rohstoffe, so daß sowohl gute fein- als auch grobkörnige Klumpstreu-Produkte am Markt angeboten werden. Die modernen, feinkörnigen Produkte werden wohl deshalb zunehmend beliebter, weil aufgrund ihres sehr sparsamen Verbrauchs das häufige Schleppen von schweren Tüten und zugleich das Entsorgungsvolumen erheblich reduziert wird. Das ist natürlich bequemer und gleichzeitig sehr umweltverträglich.

5. Montmorillonit?
Wenige, sehr hochwertige Klumpstreuprodukte erwähnen auf ihren Verpackungen den besonders hohen Anteil an Montmorillonit. Hierbei handelt es sich um ein natürliches Mineralkristall, das sich besonders eignet für die Aufgaben einer Katzenstreu. Denn Montmorillonit kann aufgrund seiner Kristallstruktur besonders gut Flüssigkeit aufnehmen, und zugleich hemmt dieses natürliche Tonmineral besonders zuverlässig die Geruchsbildung. Bei Produkten mit sehr hohem Montmorillonit-Gehalt kann somit von einer sehr zufriedenstellenden Hygieneleistung ausgegangen werden.

6. Wie ist Katzenstreu zu entsorgen?
In den meisten Fällen wird Katzenstreu über den normalen Hausmüll entsorgt, der oftmals einfachste und bequemste Weg. Denn die Entsorgungsmöglichkeit über die vielerorts bereits angebotenen Bio-Tonnen kann abhängig sein von der Entscheidung der Gemeindeverwaltung am jeweiligen Wohnort. Auch wenn Katzenstreu grundsätzlich den Kompostierungsprozeß positiv unterstützt, sollte dieser Verwertungsweg lediglich für die industrielle Großkompostierung gelten. Von der Entsorgung gebrauchter Streu über den Hauskompost sollten Sie aus hygienischen Gründen absehen.

Näpfe und Schlafplatz

Bei den Näpfen achten Katzen streng auf Sauberkeit. Wenn eine Katze meint, daß diese nicht reinlich genug sind, kann sie unter Umständen sogar die Nahrungsaufnahme verweigern. Also, tun Sie ihr den Gefallen, und spülen Sie die Näpfe regelmäßig mit klarem Wasser aus. Für den Schlafplatz, den sie sich in der Regel selbst aussucht, gibt es eigentlich keine großen Besonderheiten zu beachten. Ein zugfreies, ruhiges, warmes Plätzchen genügt ihr. Es reicht aus, wenn Sie die Kissen ab und zu ausschütteln und gelegentlich auch waschen.